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	<title>Allgemeine Linguistik - einBlick in Sprache</title>
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		<title>Allgemeine Linguistik - einBlick in Sprache</title>
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		<title>Chomsky und die Funktionsweise des Gehirns</title>
		<link>http://tueksta.wordpress.com/2009/07/26/chomsky-und-die-funktionsweise-des-gehirns/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 01:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Versuch einer Gegendefinition von Sprache.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tueksta.wordpress.com&amp;blog=8503595&amp;post=43&amp;subd=tueksta&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:tahoma,verdana,arial;">Einer der ersten und wichtigsten Sätze den ich im Studium der Allgemeinen Linguistik gelernt habe, und sogar wortwörtlich zitieren konnte, war Chomskys Definition vom &#8222;Gegenstand einer linguistischen Theorie&#8220; 1965:</p>
<div style="font-size:1.2em;font-family:serif;font-weight:bold;color:#999;margin:0 200px 0 20px;">&#8222;<em>Der Gegenstand einer linguistischen Theorie ist in erster Linie ein idealer Sprecher/Hörer, der in einer völlig homogenen Sprachgemeinschaft lebt, seine Sprache ausgezeichnet beherrscht und bei der Anwendung seiner Sprachkenntnisse in der aktuellen Rede von grammatisch irrelevanten Bedingungen wie begrenztem Gedächtnis, Zerstreutheit und Verwirrung, Verschiebung in der Aufmerksamkeit und im Interesse, (zufälligen oder typischen) Fehlern nicht beeinträchtigt wird.</em>&#8221;</div>
<p>Ich hatte ihn gelernt, ich hielt ihn für wichtig, ich konnte die einzelnen Elemente ausführen &#8211; aber ich habe mich nie gefragt, ob es vielleicht genau andersherum sein könnte. Chomsky verweist auf Autoritäten &#8222;scheint mir die Position der Begründer der Allgemeinen Sprachwissenschaft zu sein&#8220;, fehlende Alternativen &#8222;kein zwingender Grund gefunden, diesen Standpunkt zu modifizieren&#8220;. Nach 9 Jahren mit diesem Satz im Hinterkopf ist mir kürzlich der Gedanke gekommen, mich zu fragen was passieren würde wenn man das Ganze umdreht.<span id="more-43"></span>  Ich vermute dass das seit 1965 bestimmt jemand gemacht hat, aber bisher ist mir im Studium noch keine Gegenposition über den Weg gelaufen.</p>
<p>Hier also meine Gegenthese:</p>
<div style="margin:0 200px 0 20px;">Menschliche Sprache erlangt ihren einzigartigen Charakter als intelligentes Kommunikationsmittel und Abbild der Welt dadurch, dass sie von nicht-idealen Sprechern/Hörern, die in völlig inhomogenen Sprachgemeinschaften leben, ihre Sprache nicht beherrschen und bei den spontanen Ausbrüchen ihrer Kommunikationsbedürfnisse mittels Rede solch systemisch hochrelevanten Bedingungen wie begrenztem Gedächtnis, Zerstreutheit und Verwirrung, Verschiebung in der Aufmerksamkeit und im Interesse, (zufälligen oder typischen) Fehlern permanent unterliegen.</div>
<p>Das ist nicht wirklich das Gegenteil, da der &#8222;Gegenstand linguistischer Untersuchung&#8220; nicht dasselbe wie &#8222;menschliche Sprache&#8220; ist. Auch das Gegenteil von einer Freiheit von irrelevanten Faktoren bei einem Ideal wäre wohl nicht eine Umkehrung aller drei Komponenten. Ich will sagen, dass diese Faktoren nicht nur nicht irrelevant sind, sondern tatsächlich hochrelevant. Da es in der realen Welt keine idealen homogenen Sprachgemeinschaften gibt, wäre eine Theorie von Sprache der idealen Welt ein ziemlich nutzloses Konstrukt wenn man es in der realen Welt anwenden wollte. Dass Chomsky anhand seiner idealen Welt jedoch ein reales Konstrukt im Gehirn, das Language Acquisition Device (LAD), ableiten wollte, zeigt wie sehr er sich mit dieser Definition eingeschränkt und festgefahren hat.</p>
<p>Die meisten Menschen wissen, dass die Sprache in der Großhirnrinde verarbeitet wird. Die meisten wissen auch, dass sich die verschiedenen Regionen in der Großhirnrinde nicht substantiell unterscheiden, sondern vorwiegend in den unterschiedlichen Distanzen zu Input- und Outputkanälen. Das bedeutet, dass alles was eine Ecke der Großhirnrinde lernen kann, könnte auch jede andere Ecke lernen. Wenn man diese beiden Informationen zusammen nimmt, lässt sich daraus schlussfolgern, dass menschliche Sprache nicht durch eine bestimmte Konstruktion eines Teils der Großhirnrinde möglich wird, sondern dass menschliche Sprache in den Grundfunktionen der Großhirnrinde begründet ist. Diese Grundfunktionen auf unterster Ebene sind nach meinem Wissensstand Lernen, Muster erkennen, Hierarchien erkennen, Assoziieren, Fehler machen, Erinnern, Vorhersagen und Vergessen.</p>
<p>In diesen Grundfunktionen finden wir bereits die (zufälligen oder typischen) Fehler wieder. Nach meiner Erfahrung ist ein Lernen ohne Fehler unmöglich. Man kann versuchen etwas zu lernen ohne im Zuge des Lernvorgangs Fehler zu machen &#8211; meist der Versuch einer Kopie. Aber selbst wenn man dann ein Programm abspulen kann, was scheinbar fehlerfrei ist, so wird der Lerner nie wirklich wissen, warum es so sein soll und nicht anders. Es ist ein blindes Vertrauen auf die Vorgabe des Lehrstoffs. Im zwischenmenschlichen Unterricht wird das leider oft praktiziert, aber das Gehirn lernt nicht so. Jedes System macht Fehler, und deshalb muss das Gehirn darauf vorbereitet sein mit diesen Fehlern umzugehen, und Kontrollmechanismen einzuführen die diese Fehler erkennt und bereinigt. Wenn man einem Vortrag oder einer Unterhaltung genau zuhört, kann man innerhalb von wenigen Minuten sehr viele Fehler und deren direkte Korrektur durch den Sprecher mitbekommen. Sprache ohne Fehler wird es nie geben, genauso wie es keine Tastatur ohne Backspace-Taste gibt. Was für die menschliche Sprache entscheidend wichtig ist, dass es Möglichkeiten gibt Fehler als ein Nicht-erreichen des gewünschten Kommunikationsziels zu erkennen und zu korrigieren, oder sich so redundant zu gestalten, dass allgemein eine gewisse Fehlertoleranz besteht.</p>
<p>Die Grundfunktion des Lernens und Vergessens geht er nur insofern ein, als dass er das Gedächtnis als begrenzt einstuft. Ob er das Gedächtnis damit ähnlich dem LAD in ein eigenes Modul einordnen will bleibt an dieser Stelle offen. Worin er die Begrenzung sieht leider auch. Wenn man das Gedächtnis als ein physikalisches Lernen der Nervenzellen in der gesamten Großhirnrinde betrachtet, und das Vergessen als Fehlerkorrektur und Selektionsverfahren dieses Lernvorgangs auf höherer kognitiver Ebene interpretiert, so erkennt man den großen Nutzen einer Begrenzung des Gedächtnisses für die Verarbeitung von Sprache. Dadurch bleibt die Großhirnrinde durch die ausgewählte Nutzung seiner Ressourcen effektiv und effizient, und kann auf so irrelevante Konstrukte wie Lexikon, Korpus, Regeltabellen, usw. verzichten.</p>
<p>Auf die anderen Grundfunktionen geht Chomsky deshalb nicht ein, weil sie auch in seinem Konzept von Sprache wichtig sind, und er sie glücklicherweise nicht als irrelevant einstuft.</p>
<p>Andere Faktoren die sich auf die (kontrollierte oder zufällige) Aufmerksamkeit beziehen, sprechen höhere kognitive Funktionen des Gehirns an. Ohne eine Einschränkung auf einen einzigen Aufmerksamkeitsfokus, der höchstens durch Multimodalität erweitert werden kann, würde Sprache als Kommunikationsmittel kaum funktionieren. Die Kommunikation würde permanent durch Ablenkungen unterbrochen oder müsste holistisch sein. Aber gerade bei einem Einzelfokus-System muss es möglich sein, dass dieser Fokus zeitweise der Sprache entzogen wird. Sei es durch wichtigere Reize, die z.B. das Leben sichern. Sei es durch freiwillige Ablenkung, um sich der Kommunikation willentlich statt physikalisch zu entziehen.</p>
<p>Wichtig ist mir auch, dass diese Definition nicht mehr ein Individuum betrachtet, denn Kommunikation braucht mindestens zwei. Daher habe ich meine Position im Plural formuliert.</p>
<p>Was ich mir für die Zukunft wünsche, ist eine positive Definition davon was menschliche Sprache im Gegensatz zu formalen Sprachen und festgeschriebenen Grammatiken ausmacht. Mein Entwurf ist ja auch nur ein ärmlicher Versuch der Negation des Negativen, und nur indirekt Positiv. Allgemeine Sprachwissenschaft sollte wieder empirischer werden, in dem Sinne, dass sie versuchen sollte zu beschreiben versucht wie menschliche Sprache in der tatsächlichen Welt funktioniert, und nicht wie sie in sehr speziellen und isolierten abstrakten Systemen theoretisch funktionieren könnte. Denn mit letzterem gewinnt man vorwiegend darüber Erkenntnis, wie die Denkweise der Wissenschaft in unserer Zeit sich gestaltet, mit ersterem gewinnt man Erkenntnis darüber, was den sozialen kommunizierenden Menschen zu allen Zeiten ausmacht.<br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tueksta.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tueksta.wordpress.com/43/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tueksta.wordpress.com&amp;blog=8503595&amp;post=43&amp;subd=tueksta&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kritische Diskursanalyse aus politolinguistischer Sicht</title>
		<link>http://tueksta.wordpress.com/2009/07/17/kritische-diskursanalyse-aus-politolinguistischer-sicht/</link>
		<comments>http://tueksta.wordpress.com/2009/07/17/kritische-diskursanalyse-aus-politolinguistischer-sicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 00:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Rolle sprachlicher Mittel im Machtverhältnis von Medienkompetenten Machtpolitikern und der restlichen Bevölkerung in Deutschland.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tueksta.wordpress.com&amp;blog=8503595&amp;post=6&amp;subd=tueksta&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:tahoma,verdana,arial;">Wenn eine Person eine sprachliche Äußerung macht, und es eine andere Person gibt, die diese Äußerung wahrnimmt, so sprechen wir gemeinhin von sprachlicher <strong>Kommunikation</strong>. Nun gibt es verschiedene Ebenen, auf denen man dieses kommunikative Szenario untersuchen kann.</p>
<p>Zum Beispiel als zwei rational agierende sprachlich versierte Individuen mit überlappendem Wortschatz, die die Bedeutung der Aussage vom Sprecher zum Hörer übermitteln. Eine semantische Betrachtungsweise. Andere Betrachtungsweisen wären die akustische (Übermittlung von Schall in Stille), die informationstheoretische (Übermittlung von Information im Signalrauschen) oder auch die pragmatische (eine Handlung der einen Person, die die andere betrifft).</p>
<p>Im <strong>Diskurs</strong> hingegen, wird nicht nur wie bei der pragmatischen Sicht die sprachliche Äußerung des Sprechers als Handlung verstanden, sondern<span id="more-6"></span> das gesamte Setting von Sprecher, Zuhörer, sowie räumlicher und zeitlicher Kontext, und besonders auch der Kontext im gesellschaftlichen Diskurs. Als Barack Obama sagte, dass ein Schwein mit Lippenstift immer noch ein Schwein bleibt, hat er diesen gesellschaftlichen Diskurs kurz außer acht gelassen. Aber die Medien vergessen ihn nie, und haben die Aussage sofort in Zusammenhang mit dem Statement von Sarah Palin, sie sei ein Pitbull mit Lippenstift, gesetzt. Und wenn Sarah Palin ein Interview gibt und unter anderem über Thanksgiving redet, während die Kamera erfasst wie im Hintergrund Truthähne getötet werden, so ist auch dies ein Teil des gesellschaftlichen Diskurses.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://tueksta.wordpress.com/2009/07/17/kritische-diskursanalyse-aus-politolinguistischer-sicht/"><img src="http://img.youtube.com/vi/hYnJnSmeRSs/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Die <strong>Diskursanalyse</strong> versucht nun zu analysieren, wie die sprachliche Form der Äußerung den Handlungsakt des Sprechers verändert, und wie dieses Handeln durch gesellschaftliche Institutionen beeinflußt wird. Dieses soziale Handeln hat viel mit Macht zu tun, da mit jeder neuen Äußerung innerhalb eines Diskurses der Versuch unternommen wird, den Diskurs in eine Richtung zu bewegen. Um diese Macht durch Sprechen ausüben zu können, gibt es viele Mittel die dabei helfen. Rhetorik ist das erste was einem dazu einfällt. Andere linguistische Hilfsmittel die man in Anspruch kann wären Stilistik, Intonation, Syntax, Lexikon, Psychologie und Pragmatik. Es gäbe auch eine Vielzahl nicht-linguistischer Hilfsmittel, wie Stimmfarbe, nonverbale Kommunikation (Gestik, Mimik, etc.), Erscheinungsbild, direkte Handlungen, usw.</p>
<p>Wenn man nun davon ausgeht, dass die Menschen in unserer Gesellschaft unterschiedlichen Zugang zu all diesen Ressourcen haben, und, dass gewisse Gruppen wie Politiker und Lobbyisten gegenüber dem Normalbürger ihre Diskursvorteile einsetzen um Macht zu erlangen und zu erhalten, so kann man dies mit den Methoden der <strong>Kritischen Diskursanalyse</strong> untersuchen. Sprachliche Äußerungen können in dieser Sichtweise als soziale bzw. politische Machthandlung betrachtet werden.</p>
<p>Wenn man sich dabei auf den linguistischen Teil im politischen Diskurs konzentriert, ist man bei einer Form der <strong>politischen Linguistik</strong> angelangt. Denn die Sprache kann durch ihre Verwendung Einfluss auf die Politik nehmen, genauso wie sie von der Politik beeinflusst werden kann. Im deutschen netzpolitischen Diskurs äußert sich dieser wechselseitige Einfluss zum Beispiel in der Wortneuschaffungen, die gewisse Handlungen euphemistisch oder dysphemistisch in ein andere Licht rücken. Ein Blick auf den <a href="http://www.google.com/trends?q=killerspiel&amp;ctab=0&amp;geo=de&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=1">Google Trend des Wortes &#8222;Killerspiel&#8220;</a> zeigt, dass das Wort erst vor kurzem im Diskurs geschaffen worden ist. Ein zweiter Blick auf den <a href="http://www.google.com/trends?q=amoklauf&amp;ctab=0&amp;geo=de&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=0">Google Trend von &#8222;Amoklauf&#8220;</a> zeigt, dass es sich um eine politische Wortschöpfung handelt. Die beiden Spitzen kann man dann mit den weiteren Google Trends für <a href="http://www.google.com/trends?q=emsdetten&amp;ctab=0&amp;geo=de&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=0">&#8222;Emsdetten&#8220;</a> und <a href="http://www.google.com/trends?q=winnenden&amp;ctab=0&amp;geo=de&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=0">&#8222;Winnenden&#8220;</a> anschaulich vor Augen führen. Dieser Begriff ist als Dysphemismus geschaffen worden, um aus symbolpolitischen Gründen, das Spielen von virtuellen Geschicklichkeitsspielen mit Tötungshandlungen zu diffamieren. Welche Macht die Politik mit solchen sprachlichen Mitteln ausübt, sieht man allein daran wieviele erklärte Gegner dieser Symbolpolitik diese Begrifflichkeit dennoch kennen und benutzen.</p>
<p><span style="font-size:1.8em;font-family:serif;font-weight:bolder;margin-left:50px;color:#999;">&#8222;<em>Sprache ist eine Waffe. &#8211;</em></span><span style="font-size:1.2em;font-variant:small-caps;font-weight:bolder;color:#999;">Kurt Tucholsky</span>&#8221;</p>
<p>Die Form der Wortneuschöpfung ist zwar eine starke <strong>Waffe</strong> wenn sie sich im Diskurs durchsetzen kann, jedoch auch eine der offensichtlichsten und am schnellsten hinterfragte. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die sprachkritische <a href="http://www.unwortdesjahres.org/unwoerter.htm">Liste der Unwörter des Jahres</a> nicht nur eine sehr bekannte und beliebte Institution, sondern auch eine die voll von politischen Begrifflichkeiten ist, mit denen versucht wurde die öffentliche Meinung zu beeinflussen.</p>
<p>Keine Listen hingegen gibt es für die subtileren Arten der <strong>sprachlichen Manipulation</strong> der Öffentlichkeit durch Politiker. Franz Müntefering leitet auf <a href="http://www.franz-muentefering.de/politik/index.html">seiner Webseite</a> einen Abschnitt mit der Redewendung &#8222;Was ist heute links, fragen manche.&#8220; ein. Er führt einen imaginären Fragesteller ein, den man automatisch akzeptiert, weil es sinnlos scheint zu hinterfragen, wer &#8222;manche&#8220; sind, und warum sie genau diese Frage stellen sollten. Aber dadurch versucht er zu verhindern, dass man selbst Fragen zu dem Thema stellt die eine präzisere Antwort verlangen. Die Antwort auf die Frage klingt gut, aber wer in aller Welt würde einem Politiker so eine offene unpräzise Fragestellen, wäre es nicht um ihn frei zu Wort kommen zu lassen?</p>
<p>Wenn man das auf der gleichen Seite verlinkte PDF anklickt, und sich anschaut was da so geschrieben wird, kommt einem das Grauen. Da wird mal &#8222;Die Linke&#8220; und &#8222;Das Linke&#8220; sprachlich gegenübergestellt, Sätze mit &#8222;Unter dem Strich aber gilt:&#8220;, &#8222;Natürlich:&#8220; und &#8222;Trotzdem:&#8220; eingeleitet, Thesen ohne Begründung als Fakten aufgetischt (&#8222;Gerechtigkeit ist Grundlage der Freiheit.&#8220;), die &#8222;Solidarität&#8220; als Lösung der &#8222;Begrenztheit des Zufalls&#8220; verkauft, und hunderte weitere Methoden der <strong>Gehirnwäsche</strong> auf den Leser angewandt. Gehirnwäsche sage ich deshalb, da eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text nicht möglich ist, ohne sich auf das Weltbild und die Begrifflichkeit des Autors einzulassen, und sich diversen Manipulationsversuchen bewusst oder unbewusst auszusetzen.</p>
<p>Die Anwendung der Kritischen Diskursanalyse auf politische Texte ist somit auch eine Erziehungsmethode zur <strong>Medienkompetenz</strong>, die noch vor der politischen Kompetenz nötig ist, um am Diskurs überhaupt mit einer &#8222;Überlebenschance&#8220; teilnehmen zu können. Da die Bundespolitik einerseits die größte Professionalisierung im Bereich der Medien- und Sachkompetenz in Deutschland innehat, andererseits den größten Einfluss auf die Lebensverhältnisse der Medien- und Sachinkompetenten Bürger hat, ist als Begleiterscheinung ein über eine lange Zeit hinweg ständig wachsender Politikverdruss entstanden ist. Neuere Entwicklungen in der Parteienlandschaft zeigen jedoch, dass der inhaltliche Frust in Teilen der Bevölkerung so stark gewachsen ist, dass sie trotz fehlender Medienkompetenz politisch werden.</p>
<p>Nun gilt es zu beobachten, ob dies dazu führt, dass sich die Medienkompetenz der politisch Neuen oder Inaktiven verbessert, oder ob es tatsächlich möglich ist, dass sich die politisch Alteingesessenen ihrer sprachlichen und kommunikativen Macht bewusst werden und verantwortungsvoller damit umgehen. Denn wenn der Zweck nicht mehr die Mittel heiligt, und Überzeugen statt Überreden wieder in Mode kommt, dann kann wieder eine Basis des <strong>gegenseitigen Vertrauens</strong> entstehen, die eine Brücke zwischen den Diskurs-Mächtigen und den Diskurs-Ohnmächtigen schlagen kann. Und erst dann kann man wieder auf Augenhöhe über Inhalte reden.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tueksta.wordpress.com/6/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tueksta.wordpress.com/6/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tueksta.wordpress.com&amp;blog=8503595&amp;post=6&amp;subd=tueksta&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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