Allgemeine Linguistik – einBlick in Sprache

Juli 26, 2009

Chomsky und die Funktionsweise des Gehirns

Einsortiert unter: Uncategorized — Andreas @ 03:43

Einer der ersten und wichtigsten Sätze den ich im Studium der Allgemeinen Linguistik gelernt habe, und sogar wortwörtlich zitieren konnte, war Chomskys Definition vom “Gegenstand einer linguistischen Theorie” 1965:

Der Gegenstand einer linguistischen Theorie ist in erster Linie ein idealer Sprecher/Hörer, der in einer völlig homogenen Sprachgemeinschaft lebt, seine Sprache ausgezeichnet beherrscht und bei der Anwendung seiner Sprachkenntnisse in der aktuellen Rede von grammatisch irrelevanten Bedingungen wie begrenztem Gedächtnis, Zerstreutheit und Verwirrung, Verschiebung in der Aufmerksamkeit und im Interesse, (zufälligen oder typischen) Fehlern nicht beeinträchtigt wird.

Ich hatte ihn gelernt, ich hielt ihn für wichtig, ich konnte die einzelnen Elemente ausführen – aber ich habe mich nie gefragt, ob es vielleicht genau andersherum sein könnte. Chomsky verweist auf Autoritäten “scheint mir die Position der Begründer der Allgemeinen Sprachwissenschaft zu sein”, fehlende Alternativen “kein zwingender Grund gefunden, diesen Standpunkt zu modifizieren”. Nach 9 Jahren mit diesem Satz im Hinterkopf ist mir kürzlich der Gedanke gekommen, mich zu fragen was passieren würde wenn man das Ganze umdreht. (weiterlesen…)

Juli 17, 2009

Kritische Diskursanalyse aus politolinguistischer Sicht

Einsortiert unter: Uncategorized — Andreas @ 02:25

Wenn eine Person eine sprachliche Äußerung macht, und es eine andere Person gibt, die diese Äußerung wahrnimmt, so sprechen wir gemeinhin von sprachlicher Kommunikation. Nun gibt es verschiedene Ebenen, auf denen man dieses kommunikative Szenario untersuchen kann.

Zum Beispiel als zwei rational agierende sprachlich versierte Individuen mit überlappendem Wortschatz, die die Bedeutung der Aussage vom Sprecher zum Hörer übermitteln. Eine semantische Betrachtungsweise. Andere Betrachtungsweisen wären die akustische (Übermittlung von Schall in Stille), die informationstheoretische (Übermittlung von Information im Signalrauschen) oder auch die pragmatische (eine Handlung der einen Person, die die andere betrifft).

Im Diskurs hingegen, wird nicht nur wie bei der pragmatischen Sicht die sprachliche Äußerung des Sprechers als Handlung verstanden, sondern (weiterlesen…)

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